Autonome Mähtechnik soll Betriebskosten senken und Personalkapazitäten effizienter nutzen
Kress hat am 25. Juni 2026 den Großflächen-Mähroboter „Kress Voyager“ am Grand Hotel Schloss Bensberg in Bergisch Gladbach vorgestellt. Rund 30 Unternehmen aus dem Garten- und Landschaftsbau der Region konnten den autonomen Mäher dabei kennenlernen. Im Mittelpunkt standen die möglichen Auswirkungen auf Betriebskosten, Personaleinsatz und Flächenleistung bei der professionellen Grünflächenpflege.
Der Kress Voyager ist für den gewerblichen Einsatz im Garten- und Landschaftsbau, bei Kommunen und im Facility Management ausgelegt. Nach Angaben von Kress kann die autonome Mähtechnik die Kosten für den Grasschnitt deutlich reduzieren und zugleich vorhandene personelle Kapazitäten anders nutzbar machen.
Kress rechnet mit deutlich niedrigeren Betriebskosten
Anhand einer Beispielrechnung stellte Kress die Wirtschaftlichkeit des Großflächen-Mähroboters einem Zero-Turn-Rasenmäher gegenüber. Berücksichtigt wurden Anschaffungs-, Personal-, Kraftstoff beziehungsweise Energiekosten sowie die Wartungskosten. Auf dieser Grundlage sollen sich die Gesamtkosten für den Grasschnitt mit dem autonomen Mäher um rund 80 Prozent reduzieren lassen.
Je nach Einsatzszenario soll sich die Investition spätestens innerhalb von zwei Jahren amortisieren. Über einen von der Garantie abgesicherten Nutzungszeitraum von fünf Jahren beziffert Kress die möglichen Einsparungen auf bis zu 300.000 Euro. Fachhändler bieten zudem Finanzierungs-, Leasing- und teilweise Mietmodelle an.
Für Betriebe können niedrigere Kosten bei der Grünflächenpflege Auswirkungen auf die Kalkulation von Angeboten haben. Kress sieht darin die Möglichkeit, wettbewerbsfähigere Angebotspreise mit höheren Margen zu verbinden und die Chancen bei Ausschreibungen zu verbessern.
Autonomes Mähen verändert den Personaleinsatz
Neben den Betriebskosten steht die Nutzung vorhandener Personalkapazitäten im Fokus. Während der Kress Voyager das Mähen autonom übernimmt, können Beschäftigte andere Arbeiten ausführen. Damit soll die Technik insbesondere vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels eine effizientere Organisation von Pflegeteams ermöglichen.
Als Beispiel nennt Kress ein bislang zweiköpfiges Team, bei dem eine Person an einen Aufsitzmäher gebunden ist. Mit dem autonomen Mäher können daraus zwei eigenständig arbeitende Ein-Personen-Teams werden. Der Roboter übernimmt den Grasschnitt, während die Mitarbeiter anspruchsvollere und margenstärkere Tätigkeiten ausführen.
Auf diese Weise soll sich die betreute Rasenfläche ohne zusätzliches Personal verdoppeln lassen. Der Kress Voyager arbeitet dabei mit drahtloser RTK-Technologie. Mit einer Akkuladung kann der Mähroboter innerhalb von acht Stunden eine Fläche von bis zu 28.000 m² mähen.
Autonome Technik als Antwort auf den Fachkräftemangel
Die Kombination aus hoher Flächenleistung und autonomem Betrieb soll Unternehmen ermöglichen, vorhandene Mitarbeiter gezielter für andere Aufgaben einzusetzen. Das betrifft sowohl professionelle Grünflächenpflege als auch Einsätze bei Kommunen und im Facility Management.
„Wir haben das Event genutzt, um mit den GaLaBau-Unternehmern aus der Region in den direkten Austausch zu kommen. Wir freuen uns immer wieder darüber, wenn am Ende des Tages die Erkenntnis steht, dass der ‚Kress Voyager’ echte Wettbewerbsvorteile für die professionelle Grünflächenpflege liefert“, fasst Thomas Sump, Geschäftsführer Positec Germany, zusammen. „Für den GaLaBau bedeutet das konkret: geringere Kosten, attraktivere Angebotspreise und damit eine höhere Erfolgsquote bei Ausschreibungen. Das verbessert die Chancen, zusätzliche Aufträge zu gewinnen. Gleichzeitig können Betriebe mit der Technologie ihre vorhandenen Personalkapazitäten ohne Neueinstellungen deutlich stärken – ein entscheidender Vorteil in Zeiten des Fachkräftemangels.”
Mit dem Kress Voyager verbindet der Hersteller damit automatisierten Grasschnitt mit einer veränderten Organisation der Arbeitsabläufe. Für professionelle Anwender stehen neben der reinen Mähleistung insbesondere Betriebskosten und die Möglichkeit im Vordergrund, vorhandene personelle Ressourcen für weitere Tätigkeiten einzusetzen.
